„Unsere Zielgruppe sind Frauen und Männer zwischen 25 und 65. Also eigentlich alle.“
Aha.
Das hören wir nicht selten bei Briefing-Gesprächen über das nächste Filmprojekt.
Frauen und Männer von 25 – 65, das sind in allererster Linie einmal: Menschen. Mit eigenen Bedürfnissen, eigener Agenda, eigenem Kopf. Jede und jeder einzigartig.
Zielgruppen sind keine Excel-Tabellen. Es sind Menschen mit Gefühlen, Zweifeln und Erwartungen. Wer das ernst nimmt, produziert keine Masse – sondern Resonanz.
Je klarer Du weißt, wen Du wirklich ansprichst, desto stärker wirkt der Film. Denn Marketing für alle ist Marketing für keinen.
Und wenn das nicht so einfach zu sagen ist, hilft manchmal der Perspektivwechsel: Wen wollen wir denn genau NICHT ansprechen? Wer soll sich in diesem Film NICHT wiederfinden? Wessen Problem lösen wir genau NICHT?
Das ergibt einen spannenden Ansatz: Jetzt kann ein Film plötzlich Ecken und Kanten bekommen. Er muss nicht mehr allen gefallen. Er darf Haltung zeigen. Filme, die polarisieren, bleiben in Kopf. Sie sprechen jemanden an – und nicht alle.
Das erfordert zum einen Mut, und zum anderen eine gute Geschichte. Geschichten bleiben im Kopf. Geschichten, die Haltung zeigen und eine klare Zielgruppe haben, noch viel mehr. Denn wer alle erreichen will, berührt am Ende keinen.
Hinterfrage Dich gerne mal selbst: Bist Du in Deinem Marketing lieber „eveybody‘s Darling“? Oder traust Du Dich, Ecken, Kanten und Haltung zu zeigen?