„Setz Dich zu mir, ich erzähle Dir eine Geschichte…“
Es gibt kaum einen treffsichereren Einstieg, um die Aufmerksamkeit Deines Gegenübers zu gewinnen. Menschen lieben Geschichten. Schon immer.
Produkte kann man erklären. Geschichten kann man fühlen.
Die Kunst liegt darin, zu wissen, wann man aufhört, über das eine zu reden – und anfängt, das andere zu erzählen.
Viele Filme bleiben an der Oberfläche, weil sie nur das Produkt zeigen.
Funktion, Nutzen, Qualität: alles wichtig. Aber selten berührend.
Der Unterschied zwischen Werbung und Wirkung beginnt genau hier:
Produkte verkaufen. Geschichten verbinden.
Eine Marke wird interessant, wenn sie über das „Warum“ spricht – nicht nur über das „Was“.
Warum gibt es uns? Warum tun wir, was wir tun? Warum ist es für andere wichtig?
Wenn dieser Kern sichtbar wird, verändert sich der Film, der Markenfilm sowieso, aber ja, auch der Produktfilm.
Plötzlich geht’s nicht mehr um Schrauben, Software oder Dienstleistungen – sondern um das Bedürfnis dahinter. Dann wird Kommunikation plötzlich menschlich. Denn kein Mensch wacht morgens auf und denkt: „Ich will heute eine Funktion kaufen.“
Das Schöne daran: Eine gute Geschichte verkauft trotzdem. Nur merkt’s keiner – und genau das ist ihr größter Nutzen.
Ein konkretes Beispiel: Die Stadt Kempten bekommt einen neuen ÖPNV. Veränderung stößt in der Regel erst einmal auf Ablehnung – obwohl der neue ÖPNV-Takt eine Verbesserung für beinahe alle Nutzer bringt.
Erzähle ich nun also, was konkret sich an den Fahrzeiten verbessert hat? Rechtfertige ich die Umstellung? Nenne ich Zahlen, Daten, Fakten? Du merkst, dass die Antwort lauten muss: Keinesfalls.
Entstanden ist ein Spot (bzw. inzwischen sogar zwei), die nur ein einziges Ziel haben: Dem neuen ÖPNV ein sympathisches Bild geben. Keine Fahrpläne. Keine Taktzeiten. Pures Storytelling. Hat funktioniert, nachweislich. (Du kannst den Film übrigens, wenn Du magst, hier ansehen).
Dein Produkt ist Dir wichtig, klar. Völlig zurecht. Völlig verständlich. So stolz Du darauf bist: Erzähle die Geschichte, was es bei Deinem Nutzer verändert, was es bewirkt, was er davon hat. Emotional und tiefgründig. Das schlägt jede Aufzählung von Features.
Garantiert.