Neulich war ich bei einem Kunden eingeladen, um über ein Imagefilmprojekt zu sprechen. Er war (zurecht) stolz auf seine Firma, auf seine Produkte. Und genau in diese Richtung verlief auch das Briefing. Bis ich eine Frage stellte, die ihn aus dem Konzept brachte…
Es gibt Fragen, die selten in Briefings stehen – obwohl sie am Ende über den Erfolg eines Films entscheiden.
Eine davon lautet:
Was willst Du beim Zuschauer wirklich auslösen – und was musst Du dazu weglassen?
Die meisten Filmbriefings starten mit „Wir brauchen einen Imagefilm über …“.
Dann folgen Zielgruppe, Botschaften, Produkteigenschaften, bestenfalls noch Markenwerte.
Alles wichtig, aber selten emotional.
Nur wenige fragen am Anfang:
„Was wollen wir beim Zuschauer wirklich auslösen?“
Welches Gefühl soll er danach zu uns haben? Welches Bild, welches „Image“ soll er spüren?
Denn Filme wirken über Gefühl, nicht über Logik.
Über Gänsehaut, Lächeln, Stolz, Resonanz, und nicht über Produktfeatures oder Markenclaims.
Emotion schlägt Information. Immer.
Wer diese Frage ehrlich beantwortet, ändert alles: Die Art, wie ein Konzept entsteht. Die Erkenntnis, was die richtigen Inhalte sind, und was man getrost weglassen kann. Und nicht zuletzt: wie glaubwürdig das Ergebnis am Ende wirkt.
Das Spannende: Diese Frage stellt nicht den Film infrage.
Sie stellt die Haltung dahinter klar. Sie nimmt den Zuseher, Deinen Kunden, in den Mittelpunkt. Sie ändert die Perspektive.
Und das ist meistens der Moment, in dem Marketing plötzlich authentisch wird.
Stell Dir also gerne selbst die Frage: Was willst Du wirklich beim Zuseher auslösen?
Herzlichst,
Bernhard
silberstern Filmproduktion